WALLY WARNING “MAMA NATURE”

 

 

Wally Warning - Mama Nature

Discographie (Alben):

Promises (1992)
Love Can Save Us (1995)
Storm (1997)
Hope (1998)
Reggae Vibe (1999)
Who Am I (2004)
Spiritual Soul (2005)
Slow Down (2006)
No Monkey (2007)
Hope (2008)
Take Life (2009)
Closer (2010)

 

 

 

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TITELVERZEICHNIS:

Mama Nature
You
Memories
Hope For Tomorrow
One Drop Reggae
Boca Linda
I Wish
Material
Live To Love
Please Come Back
Love’s An Anchor
Thankful
In The City
Faith In Jah
Buscando

Time

3:30
3:47
5:26
5:38
4:08
4:49
4:47
3:44
5:41
3:14
4:51
3:20
4:53
4:20

Note:

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1,875
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bpm:

125,9
85,0
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109,0
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120,0
90,0
124,1
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102,3

 

WALLY WARNING – ein Name, der elektrisiert. War das nicht der Sänger von den niederländischen Antillen gewesen, der zu Beginn des neuen Jahrtausends den riesigen Hit „No Monkey“ gehabt hatte? Okay, Dr. Music – nun mal halblang! Erstens war das im Jahr 2007 gewesen und zweitens lebt der Interpret schon seit geraumer Zeit im beschaulichen München, der Stadt des amtierenden deutschen ewigen Vizefussballmeisters. Egal – der Song war klasse gewesen, das dazugehörige gleichnamige Album war auch ganz nett gewesen, aber danach war so ziemlich Funkstille gewesen um den Interpreten, der in Aruba als Sohn surinamischer Eltern geboren wurde, mit 17 nach Deutschland kam und sein Herz an die bayerische Landeshauptstadt verloren hat.

Und München war sowieso schon immer die Reggae-Hauptstadt Deutschlands gewesen – als das Genre in anderen Städten noch für eine Verniedlichung für den Ragtime gehalten wurde, glühten dort bereits Mitte der siebziger Jahre in den Diskotheken die Joints wie wo anders die Wunderkerzen am Weihnachtsbaum. 1980 habe ich im Reitstadion Bob Marley und seine Wailers erleben dürfen, ich glaube der Smog, der sich damals vom Süden seinen Weg nach Norden bahnte, war den Tüten beim damaligen Festival geschuldet, bei dem auch noch „Fischer Z“, die „Little River Band“ und „Fleetwood Mac“ gespielt hatten.

WALLY WARNING legt mit „Warning Mother Nature“ sein (Wahnsinn!) 13 Album vor und es ist ein klasse Album geworden. Der Mann hat ja in den letzen Jahren auch zwei – nur von Insidern wahrgenommene – Gospel Alben veröffentlicht und das ist wirklich schade, dass einem Musiker mit diesen Qualitäten Airplay in den grösseren Sendern verwehrt wird. Reggae ist wieder mehr im Kommen – Gott sei Dank – oder besser: Jah Bless – die Medien können auch nicht länger leugnen, das Genre-Festivals von immer mehr Menschen besucht werden und die Musik immer noch für das steht, das sie einstmals auszeichnete: Tolle tanzbare Grooves, wunderschöne Melodien (in den Bereichen Roots Reggae, Lovers Rock oder wie hier bei Wally Warning Reggae mit einem ordentlichen Schuss „karibischer Soul“).

Dafür steht vor allem der inselkaribische Schmachtfetzen „You“, der unweigerlich zum gedankenverlorenen Mitschaukeln verführt. Der nächste Gänsehautknaller folgt gleich auf dem Fuss: „Memories“ mit fantastischem Vocal Arrangement und einem mitreissenden Drive, bei dem der Zuhörer am liebsten alles stehen & liegen lassen möchte, um die Arme auszubreiten und der Wolke 7 entgegen zu tanzen. Zum dezenten Offbeat (126,1), der von Akkordeon-Sounds getragen wird, spielt Theo W. Hanny feine Posaunen-Licks. Ich habe in der letzten Zeit selten einen Reggae Sänger gehört, der seinen Songs so viele Seele einhaucht wie dieser WALLY WARNING.

Noch besser kommt die Brass Section (Mit Stefan Heller an der Trompete und Johannes Hermann am Sax) im folgenden „Hope For Tomorrow“ zur Geltung. Starker Roots Reggae, von dem ich mir wünsche, dass er nie endet! Tolle Harmony Vocals gibt es von SISTA LOU, übrigens auch ein Münchner Kindl (den Link zu ihrer Webpräsenz habe ich unten eingefügt), das auch zu hören ist im Ukulele- betriebenen „One Drop Reggae“, in „Material“ gibt es afrikanische Talking Drums, „Please Come Back“ ist ein Ohrwurm ohnegleichen und das zauberhafte „Faith In Jay“ ist eine der schönsten Reggae-Akustik-Balladen, die ich seit Jahren gehört habe. Am Ende gibt es den (leider nur sehr kurzen) Latino-Schwoofer „Buscando“, was übersetzt so viel heisst wie „ich suche Liebe“  und da bin ich mir sicher, nach dem Genuss dieses fantastischen Albums haben sich zahlreiche Musikfans in die Musik von WALLY WARNING verliebt. Definitiv eines der musikalischen Highlights im noch jungen Jahr 2013!

FAZIT: Ganz eindeutig das beste Album von WALLY WARNING bisher Und wenn ich mir den Notendurchschnitt ansehe, hat „Mama Nature“ ganz eindeutig Chancen, sich unter den 10 besten Alben des Jahres 2013 zu platzieren. Die Instrumente hat der Musiker bis auf die bereits erwähnten Gastbeiträge alle selbst eingespielt, Glückwunsch ans Label „Soulfire Artists“ solch einen TOP Musiker in seinen Reihen zu haben!

Veröffentlichung: 22. Februar 2013  (Total Time: 51:44)

Für Fans von: Michael Rose - Aswad - Eddie Grant - Freddy McGregor

Webseiten: http://wallywarning.com/  & http://www.myspace.com/wallywarning 

Besonderheit: 12seitiges Inlay-Booklet mit allen Texten

Und der versprochene Link zu Sista Lou: http://www.myspace.com/sistalou

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,750)

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