“STRAIGHT OUTTA COMPON”

 

 

Soundtrack - Straight Outta Compton

Originaltitel:
Straight Outta Compton

Kinostart:
15. August 2015 (USA)
(in Deutschland: 27.08.2015)

Regie: F. Gary Gray

Musik (Score):
Joseph Trapanese
Songs: Diverse Interpreten

Hauptdarsteller:
O’Shea Jackson, Corey Hawkins, Jason Mitchell, Aldis Hodge, Neil Brown, Paul Giamatti, Tate Ellington

 

 

 

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TITELVERZEICHNIS:

N.W.A.
Straight Outta Compton

PARLIAMENT
Flash Light

EAZY-E
We Want Eazy

N.W.A.
Gangsta Gangsta

FUNKADELIC
(Not Just) Knee Deep

EAZY-E
The Boyz-N-The Hood

ROY AYERS UBIQUITY
Everybody Loves The Sunshine

N.W.A.
Dopeman (Remix)

N.W.A.
Fugg The Police

N.W.A.
Express Yourself

STEVE ARRINGTON’S HALL OF FAME
Weak At The Knees

N.W.A.
Quiet On The Set

N.W.A.
8 Ball (Remix)

ICE CUBE
The Nigga Ya Love To Hate

N.W.A.
Real Niggaz

ICE CUBE
No Vaseline

DR. DRE feat. SNOOP DOGG
Nothin’ But A G Thang

 

Note:

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Große Verzweiflung, großes Entsetzen. Ein Hip Hop Film im Kino und noch kein Soundtrack! Was ist denn das für ein unfuckingfassbares (Zitat: Chris-Rea-Garvey) Versäumnis der Tonträgerindustrie? Word to The Muzzafucker! So tönt EAZY E auch im Auftaktsong der filmischen Dokumentation, deren Soundtrack dann letzten Endes doch noch Anfang Januar (fünf Monate nach dem eigentlichen US-Kinostart) in den Läden steht. CD, Vinyl & digitale Kopie gibt es. MusiCassette wäre ja auch noch was gewesen, um dem authentischen Feel das gewisse Nonplusultra zu verleihen! Aber egal. Fuck die Tonträgerindustrie, von der wir ja trotzdem alle leben und so schön profitieren, ha, ha!

Den Film habe ich gesehen. Gleich am Anfang fährt ein gepanzertes Fahrzeug bei einer rasanten Drogenrazzia den Dealern direkt humorvoll in die Bude, wo sie gerade mit dem Mixing/Cooking/Basteln beschäftigt sind. Was fällt sonst noch auf? Die Vinyl Scheibe war damals „fully fucking alive“! CDs? Fehlanzeige. Das nexte: Einer der großen Hip Hopper (ich verrat nicht wer - wegen Spoiler und so’n Krimskrams) bekommt von seiner Mutter eine gelangt, die sich gewaschen hat. Der Mann packt seine sieben Sachen – darunter eine Kiste mit Schallplatten - ins Auto und schaut, dass er Land gewinnt.

Der Film bezieht seine Kraft am Anfang durch authentische “Compton”-Bilder (wer’s nicht weiss - das war früher ein üblicher Stadtteil in Los Angeles ähnlich dem heutigen “Maghreb”-Viertel in Düsseldorf oder dem (ha, ha) Heuchelhof im underfrängischen Würzburg. Okay, letzteres war ein Scherz. Ein Autofahrer wird vom Schoolbus aus von Schülern veräppelt, der Wagen versperrt dem Bus den Weg mit quietschenden Bremsen. Die Auto-Insassen klopfen an die Tür, der Busfahrer öffnet eingeschüchtert - die Homeboys besteigen den Bus mit gezückter Knarre und fordern die vorlauten Knaben mit gezückter Waffe auf, noch mal ihre Schnauze aufzureissen. Einer der Buspassagiere ist ICE CUBE und er wird gespielt von keinem anderen als vom eigenen Sohnemann – und er zeigt sich im Film schwer beeindruckt von den Bus-Hijackern!

Ein Film, der vor unbedingt in der Originalsprache angesehen werden sollte , die explicizite Authentititzät kommt so am besten rüber <i kill cribs for breakfeast – if you ever put your motherfucking hands on the schoolbus – ya’ll motherfuckers wanna gangbang in the bus crenshall marshall – zwitschert der bedrohlich aussehende Buspirat in bestem Slang. Nach 13 Minuten gibt es gleich einmal eine geile Turntable-Performance, bei der sich Antoine Carraby aka DJ Yella den Sheet aus der Seele scratcht. Minute 14:43 - CUBE gerät gerade als völlig Unbeteiligter in eine Razzia hinein – wird von der „fucking police“ attackiert. 18:20 - ICE CUBE auf der Bühne – bringt den Club zum kochen mit „Gangsta Gangsta“ – das vierte Stück auf dem Soundtrack und immer noch eine der besten Hip Hop Hymnen aller Zeiten.

Zwischendurch gibt’s auf dem Soundtrack geniale Funk-Soul-Perlen aus der Black Music Historie: „Flashlight“ von PARLIAMENT, „Knee Deep“ von FUNKADELIC und „Weak At The Knees“ von STEVE ARRINGTON – „Slide“ von SLAVE und „Glide“ von PLEASURE hätte ich mir auch noch gewünscht, hätten aber nicht drauf gepasst, weil die CD schon pickepacke voll ist mit 77:57 Minuten, homie!

Nach 44 Minuten ist es soweit - das erste geniale Album der Rap-Geschichte – der Hip Hop Meilenstein „Straight Outta Compton“ wird aufgenommen. Geburtsstunde des Mega-Hammers „Fuck Tha Police“. Dann beginnt die mediale „Weißbrot“-Hetzjagd: <ganxta rap has become popular by selling lyrics about violence, to a young mainstream audience who wouldn’t dream of going anywhere near a ghetto> labert der TV-Ansager. Minute 58:21 erinnert an die Bücherverbrennung der Nazis – von der Propaganda aufgewiegelte Idioten zerstören und zertrampeln Platten und Cassetten der Band auf der Strasse.

01:17:00 - ICE CUBE Ist ausgestiegen, weil er sich nicht weiter ausnutzen lässt, geht zu “Priority Records” und nimmt sein erstes Solo Album auf, bei den Aufnahmen im Studio läuft es mir jetzt noch kalt den Rücken runter vor Begeisterung, wenn einige der Songs von “AmeriKKKa’s Most Wanted” angespielt werden. Die anwesende Belegschaft empfindet genauso.

Der Soundtrack ist trotz 77:57 Spielzeit recht kurz geraten, hier hätte sogar ein Doppel Album gepasst, viele „N.W.A.“-Knaller fehlen, der Mädelsliebling „Express Yourself“ (auch auf dem ersten Album) ist nicht eine einzige Sekunde lang im Film zu hören, dafür aber hier mit von der Partie und wahrscheinlich auch im 20 Minuten längeren “Director’s Cut” zu hören. Der DC liegt mir allerdings noch nicht vor! „Alwayz Into Sumethin“ war im Kino zu hören, hier fehlt dieses Meisterwerk. Trotzdem: Ein Film, den jeder gesehen haben muss, der sich halbwegs für die ersten Jahre des Hip Hop Genres interessiert und wer – vor allem die Jüngeren – noch gar nichts von „N.W.A.“ haben, das Debüt Album „Straight Outta Compton“ ist ein Meilenstein des Genres – empfehlenswert vor allem die 2007er Reissue (20th Anniversary Edition) mit 5 Bonus Tracks.

FAZIT: Ein Film, den jeder gesehen haben muss, der sich halbwegs für die ersten Jahre des Hip Hop Genres interessiert und wer – vor allem die Jüngeren – noch gar nichts von „N.W.A.“ haben, das Debüt Album „Straight Outta Compton“ ist ein Meilenstein des Genres – empfehlenswert vor allem die 2007er Reissue (20th Anniversary Edition) mit 5 Bonus Tracks.

Veröffentlichung Soundtrack: 08. Januar 2016

Verfügbar: CD & Vinyl & Digitales Album (TT: 77:57 Minuten)

Label: Universal Music Enterprises

Webseite des Labels: http://www.universalmusicenterprises.com/

Die offizielle Webseite bei ABC: http://www.straightouttacompton.de/ 

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK (1,794)