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Soundtrack “Saturday Night Fever” (Deluxe Edition)

Soundtrack - Saturday Night Fever Deluxe

Deutscher Titel:
Nur Samstag Nacht -
Im Schwitzkasten der Kleinstadt-Disko

Original Titel:
Saturday Night Fever

Kino-Start: 14. 12. 1977

Kino-Start in Deutschland:
13. April 1978 (gekürzte FSK-12-Version)

Regie: John Badham

Original Filmkomponist: David Shire

Filmmusik: Verschiedene Interpreten

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TITELVERZEICHNIS DISC 1:

THE BEE GEES
Stayin’ Alive

THE BEE GEES
How Deep Is Your Love

THE BEE GEES
Night Fever

THE BEE GEES
More Than A Woman

YVONNE ELLIMAN
If I Can’t Have You

WALTER MURPHY
A Fifth Of Beethoven (Instrumental)

TAVARES
More Than A Woman

DAVID SHIRE
Manhattan Skyline (Instrumental)

RALPH McDONALD
Calypso Breakdown (Instrumental)

DAVID SHIRE
Night On Disco Mountain (Instrumental)

KOOL & THE GANG
Open Sesame

THE BEE GEES
Jive Talkin’

THE BEE GEES
You Should Be Dancing

LC & THE SUNSHINE BAND
Boogie Shoes

DAVID SHIRE
Salsation

M.F.S.B.
K-Jee (Instrumental)

THE TRAMMPS
Disco Inferno

TITELVERZEICHNIS DISC 2:

THE BEE GEES
Staylin Alive (Serban Mix)

THE BEE GEES
Night Fever (Serban Mix)

THE BEE GEES
How Deep Is Your Love (Serban Mix)

THE BEE GEES
You Should Be Dancing (Serban Mix)

bpm:

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Ende der 70er Jahre rollte die Disco-Welle unaufhaltsam über alle 5 Kontinente und sorgte letzten Endes dafür, dass viele Diskotheken aus dem Boden schossen und die Tanzfreudigkeit der Musikfans zunahm, was folglich wieder dazu führte, dass die Tanzschulen besser besucht wurden und diese neue Modetänze wie beispielsweise den „Bump“ oder den „Freak“ in ihre Lehrprogramme aufnahmen. In Würzburg hatte ich mich damals mit der Inhaberin der Tanzschule Hartung unterhalten, die prognostizierte, dass diese Disco-Welle erst der Anfang war und sie sollte Recht behalten, denn ein paar Jahr später kamen Hip Hop und die elektronische Musik dazu und die Tanzbegeisterung initialisierte auf diesem Wege den Auf- (und späteren Niedergang) vieler Großraumdiskotheken. Aber das ist eine andere Geschichte! Ich selbst war 1979, als sich das „Saturday Night Fever“ gerade auf dem Gipfel befand, im Landkreis unterwegs und besuchte sämtliche Diskotheken und Clubs, um eine umfangreiche Reportage für ein lokales Stadtmagazin („Pupille“) zu schreiben. Der Film, der die Disco-Welle ausgelöst hatte, wurde natürlich von einem dementsprechenden Soundtrack beschallt, der zwei Jahre später schon weltweit ein paar Millionen Exemplare verkauft hatte. Die Songs sind heute Klassiker: Allen voran die 6 Beiträge der australisch-britischen Band „The Bee Gees“ – die traumhafte Ballade „How Deep Is Your Love“, die Disco-Fox-Knaller „More Than A Woman“ und „Night Fever“ oder die Clubhits „You Should Be Dancing“ und „Stayin‘ Alive“, das viele Jahre später die „Scissor Sistors“ beeinflussen sollte zu deren größtem Hit „I Don’t Feel Like Dancing“.

Im Sonnenlicht der BEE GEES spazierten viele andere Acts, die dem Mainstream-Radio-Volk bis dato nicht so bekannt gewesen waren, ins Rampenlicht: Der nur bei Jazz Fans bekannte Perkussionist RALPH McDONALD, die „Jesus-Christ“-Musical-Sängerin YVONNE ELLIMAN, die Filmkomponisten DAVID SHIRE und WALTER MURPHY, der mit seiner funky Neo-Klassik-Disco-Adaption „A Fifth Of Beethoven“ wie andere Songs des Doppel Albums bis auf die TOP Position der US Billboard Single Charts stürmte oder die Funk-Soul-Truppe KOOL & THE GANG, die damals noch den wirklich-wahren True-Funk (hier gab es den Kracher „Open Sesame“) praktizierte. Danach (mit dem Album „Ladies Nite“) sackte die Musik der Gruppe nach und nach ab in den seichten Radio-Pop-Soul-Bereich. THE TRAMMPS („Disco Inferno“) waren bis dato nur dem Disco-Gänger ein Begriff gewesen. „Saturday Night Fever“ veränderte die Musiklandschaft und sorgte dafür, dass auch der Phillysoul noch einmal einen kurzen Höhepunkt erlebte mit Songs von Gloria Gaynor oder Barry White, bevor dieser von New Wave, Rap und dem aufkommenden Detroit Techno seinen endgültigen Todesstoß versetzt bekam. Klar, dass auf dem Soundtrack mit der Band MFSB auch ein Urgestein der Philly-Soul-Bewegung vertreten war. Damals wurde auch noch alles wirklich „handmade“ eingespielt und nicht wie so oft heute von einem PC aus diversen Software-Schnippseln zusammengesetzt.

Jetzt gibt es für Oldies liebende Novizen und Einsteiger sowie für alle Fans des Films und der Musik und deren Vinyl Scheiben schon von über 1000 Abspielrunden ramponiert sind, die Möglichkeit sich die „40th Anniversary Deluxe Edition“ zu holen mit einer Bonus Disc, die lediglich 4 klangtechnisch besser aufbereitete Versionen von 4 „Bee Gees“ Songs beinhaltet – das hätte man sich vielleicht vom kompletten Album gewünscht – und so ist die zweite Disc mit einer Spielzeit von gerade Mal 16:52 Minuten eigentlich reine Materialverschwendung. Aber egal – wer genug Kohle ausgeben möchte, holt sich die Super Deluxe Box, die das Vinyl-Doppel-Album, den Original-Soundtrack auf CD, die Bonus-Disc und die DVD mit dem Director’s Cut des Films sowie einige Boni beinhaltet. Sehr sadé, dass man nicht auch noch ein paar der originalen 12“ Versionen und Remixes mit draufgepackt hat auf die Bonus Disc anstelle der eigentlich überflüssigen „Serban Mixes“. Lediglich vom „Disco Inferno“ gibt es die knapp 11minütige Original Version des gleichnamigen 1976er „Trammps“-Albums. Vielleicht sollte man endlich mal beginnen, die Fans zu fragen, welchen Content sie sich denn auf einer solchen Re-Issue wünschen würden?

Insider-Fact: Noch ungewöhnlich für die damaligen Zeiten: Obwohl auch schon THE ISLEY BROTHERS oder Bands wie SLAVE oder die OHIO PLAYERS schon eine Menge fetter Leadgitarrensoli in ihren Soul-Funk-Stücken verwendeten, waren es THE BEE GEES, die einen jaulenden Gitarrensolo in einem Disco-Stück populär machten für den Mainstream. Der Disco-Rocker „You Should Be Dancing“ war/ist (lange vor Michael Jackson und Prince) eine gelunge Symbiose aus Disco und Rock – das Gitarrensolo (ab Minute 01:41) wird übrigens vom englischen Musiker Alan Kendall gespielt, der ab 1971 für die Band bei Konzerten und Studioaufnahmen aktiv gewesen ist. Zuvor war er für eine Band namens „Toe Fat“ tätig gewesen, in der u. a. ein gewisser Ken Hensley die Gitarre bediente, John Glascock den Bass und am Schlagzeug saß Lee Kerslake. Kerslake und Hensley gründeten wenig später die Legende „Uriah Heep“, Glascock tauchte Mitte der 70er im Lineup von „Jethro Tull“ auf, als er dann plötzlich 1979 an durch einen entzündeten Zahn ausgelösten Herzversagen verstarb. Deswegen: Leute – geht regelmäßig zum Zahnarzt Eurer Wahl und lasst Eure Beisserchen kontrollieren, sonst geht es Euch am Ende wie John Glascock oder den Beissern wie bei „The Walking Dead“.

Veröffentlichung: 15. November 1977

Veröffentlichung Re-Issue: 06. November 2017

Label: RSO Records

Für Fans der Soundtracks: Thank God It’s Friday - Staying Alive - Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band

Verfügbar: 2-CD & Super Deluxe Box & digitales Album

Web: https://vimeo.com/60313273   :-))

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,779)

Insider-Fact: Noch ungewöhnlich für damalige Zeiten: Obwohl auch THE ISLEY BROTHERS oder Bands wie SLAVE oder die OHIO PLAYERS schon eine Menge fetter Leadgitarrensoli in ihren Soul-Funk-Stücken verwendeten, waren es THE BEE GEES, die einen jaulenden Gitarrensolo in einem Disco-Stück populär machten für den Mainstream. Der Disco-Rocker „You Should Be Dancing“ war/ist (lange vor Michael Jackson und Prince) eine gelunge Symbiose aus Disco und Rock – das kurze Gitarrensolo (ab Minute 01:41) wird vom englischen Musiker Alan Kendall gespielt, der ab 1971 für die Band bei Konzerten und Studioaufnahmen aktiv gewesen ist. Danach wollte dann fast jeder Pop Produzent noch einen Gitarrensolo in seinem produzierten Song unterbringen. Zuvor war Alan Kendall für eine Band namens „Toe Fat“ tätig gewesen, in der u. a. ein gewisser Ken Hensley die Gitarre bediente, John Glascock den Bass und am Schlagzeug saß Lee Kerslake. Kerslake und Hensley gründeten wenig später die Legende „Uriah Heep“, Glascock tauchte Mitte der 70er im Lineup von „Jethro Tull“ auf, als er dann plötzlich 1979 an einem durch einen entzündeten Zahn ausgelösten Herzversagen verstarb. Deswegen: Leute – geht regelmäßig zum Zahnarzt Eurer Wahl und lasst Eure Beisserchen kontrollieren, sonst geht es Euch am Ende wie John Glascock oder den Beissern wie bei „The Walking Dead“. Die Lieblingsgitarre von Alan Kendall war eine Fender Stratocaster, mit der er die meisten seiner Aufnahmen und späteren Konzerte bei diversen Talk Shows (Opa Winfrey, David Letterman) bestritt. Er ist heute (2017) 73 Jahre alt und lebt in Ramsbottom in der Nähe seines Geburtsortes Darven (bei Blackburn im Nordwesten Englands). Ab und zu besucht er die Fußballspiele des lokalen Clubs “Blackburn Rovers”, der in der League One (vergleichbar mit unserer 3. Liga) spielt.

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