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Various Artists “Essential Jazz Guitar”

Various Artists - Essential Jazz Guitar

Weitere empfehlenswerte Alben der auf diesem Sampler präsentierten Gitarristen:

Al di Meola: Elegant Gypsy (1977)
Kenny Burrell: Ode To 52nd Street (1967)
George Benson: Weekend In L. A. (1978)
Barney Kessel: Let’s Cook (1962)
John Scofield: Shinola (1982)
Jim Hall: Jim Hall Live (1975)
Attila Zoller: Common Cause (1979)
Jimmy Raney: The Influence (1976)
Baden Powell: Saudade (1968)
Laurindo Almeida: Danzas (1959)
Jeff Golub: Grand Central (2007)

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TITELVERZEICHNIS:

YUSEF LATEEF
Six Miles Next Door

THE MODERN JAZZ QUARTET & LAURINO ALMEIDA
One Note Samba

ART FARMER QUARTET
Embraceable You

EDDIE HARRIS
Eddie Harris Sings The Blues

JOHN SCOFIELD
Flat Out

KENNY BURRELL (YUSEF LATEEF)
Michelle

ATTILA ZOLLER
Sweet Hustler

MAX SCHULTZ
Cottonfield

LEO WRIGHT
Dionysos

BADEN POWELL
Valsa Numero Um

JOHN LEWIS
Two Degrees East, Three Degrees West

JIMMY RANEY
Spring Is Here

RAY CHARLES & MILT JACKSON
Blue Funk

JEAN-LUC PONTY
Once Upon A Dream

AVENUE BLUE feat. JEFF GOLUB
Bobby’s Mood

BARNEY KESSEL
The Big Heist

GEORGE BENSON
This Masquerade

EDDIE HARRIS
Is It In

HERBIE MANN
Nana

JIMMY RANEY QUINTET
Darn That Dream

AL DI MEOLA
Tango Suite, Part 3

ATTILA ZOLLER
Another Kind Of Love

Time:

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Höchst verwirrend mutet an, wenn man sich das Cover des Albums „Essential Jazz Guitar“ betrachtet und dann die Namen im Tracklisting liest. Yusuf Lateef? Baden Powell? Art Farmer? Herbie Mann? Alles andere als Gitarristen und erst wenn man sich mit dem Line up (personelle Besetzung) der einzelnen Formationen beschäftigt, erkennt man den Sinn der Sache. Im Quartett von Lateef und später auch in der Band von Leo Wright hat ein gewisser KENNY BURRELL mitgespielt (im akustischen „Michelle“ ist der New Yorker sogar in einer kurzen 01:45 Minuten-Soloeinlage zu hören), beim Trompeter Farmer war es die Jazz-Koryphäe Jim Hall und beim Modern Jazz Quartet gab der brasilianische Bossa Gitarrist Laurindo Almeida seine Kunst zum besten. Was die Klangqualität betrifft – die schwankt von „mal gut laut“ und dann wieder „sehr leise“ im Gegensatz zu anderen Stücken, so dass der Fan ständig beschäftigt sein dürfte, den Volumenregler zu justieren, wenn man nicht gerade über einen TOP Kopfhörer verfügt, der gut mit der antiken Stereophonie umzugehen weiss. Und was die essentiellen Beiträge angeht, beim vorhandenen Material handelt es sich lange nicht um den besten Stoff – nicht mal ansatzweise – der vertretenen Gitarristengilde. Und im Falle von Eddie Harris von „Jazz“ zu sprechen, ist eine klare Themaverfehlung der für die Zusammenstellung des Albums verantwortlichen Marketingleute (Setzen, Note Sechs!), weil der Mann an den 6 Saiten hier zwar gut spielt, aber doch astrein mit bluesigen und souligen Licks um sich wirft. Das in der Summe recht langweilige 12minütige „Eddie Harris Sings The Blues“ kann aber gut zu Pinkelpausen genutzt werden, damit man rechtzeitig zurück ist, wenn das nächste Stück beginnt. Aber um mit meiner Kritik nicht zu heftig am Holz der Instrumente zu rütteln – wer ein angenehmes Jazz-Lounge-Album sucht mit handgemachten Oldies, bei denen die Gitarre mal mehr, aber doch überwiegend weniger im Vordergrund dudelt, kann durchaus einen Hörgang wagen. Highlights: „Flat Out“ von JOE SCOFIELD, das prog-bossa-jazzige „Valsa Numero Um“ von BADEN POWELL, das swingende „Two Degrees East, Three Degrees West“ von John Lewis mit (wiederum) dem Synkopen-Monster JIM HALL an der Gitarre, das relaxt groovende „The Heist“ von BARNEY KESSEL, natürlich die „Tango Suite“ von AL DI MEOLA und das fusion-jazzige „Once Upon A Dream“ vom Violinenvirtuosen Jean Luc-Ponty, der bei den Aufnahmen zum 1976er Album „Imaginary Voyage“ den späteren „Genesis“-Gitarristen DARYL STUERMER engagiert hatte. Am Ende sei noch eine Bemerkung erlaubt: Dass die Verantwortlichen Kompilierer nach dem Al-Di-Meola-Feuerwerk noch einen weiteren Titel von ATTILA ZOLLER ans Ende gestellt haben, zeugt einfach von mangelndem Sachverstand, sorry – vielleicht solltet Ihr Euch einen Job irgendwo in der Stadtverwaltung suchen oder beim lokalen Müllheizkraftwerk.

Veröffentlichung: 16. August 2017 (TT: 01:49:48)

Verfügbarkeit: Digitales Album

Label: Warner Music Group (X5 Music Group)

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,875)

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