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Airway “Live At Mark Moore Gallery”

Airway - Live At Mark Moore Gallery

Musiker, die beim Auftritt mitgespielt haben:

Dani Tull (vocals)
Dennis Duck (drums)
Ace Farren Ford (guitar)
Don Bolles (drums)
Fredrik Nilsen (Keyboards)
Joe Potts (Klarinette)
Joseph Hammer (electronics)
Michael Foster (saxophone)
Rick Potts (guitar, bass)
Ted Byrnes (percussion)
Vetza McGill (vocals)
Susan Chapman (toy sounds)

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01.
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TITELVERZEICHNIS:

Live At Mark Moore Gallery

 

Note:

1,75

Time:

28:27

Diese AIRWAY haben überhaupt nichts gemeinsam mit der Klassik-Pop-Instrumental Band aus den 80er Jahren und erst recht auch nichts mit der deutschen hessischen Rocklegende um den Kultgitarristen Paul Kersten aus Bad Wildungen und den deutschen Drummer Michael Witzel. Joe Potts hat das kalifornische Avantgarde Noise Rock Projekt 1978 gegründet, die praktizierenden Musiker kamen überwiegend von der „Los Angeles Free Music Society“ – das frei improvisierte Alben  “Live At Lace” wurde seinerzeit aufgenommen und veröffentlicht, bevor sich das Projekt kurz danach wieder in den vernebelten Nachthimmel verabschiedete und die Musiker wieder ihre eigenen Wege gingen. Im Jahr 1998 hat man sich anlässlich eines Benefiz-Auftritts für ein Museum wieder formiert und mittlerweile ist das meist 18köpfige Unternehmen konzertant bei diversen Festivals unterwegs.

Musikalisch hat sich nicht viel geändert, es gibt nach wie vor die dicke, fette Packung mit Noise und freier Improvisation, bei denen es kaum erkennbare Melodien oder Songstrukturen zu hören gibt. Unsere Azubine hat sogar die Bemerkung in den Raum geworfen, dass hier wohl ein Orchester gerade seine Instrumente stimmt. Und das eine knappe halbe Stunde lang! Der Insider aber weiss: Das ist „Musik“, die zahlreiche Nachahmer beeinflusst hat wie die Japaner von „Hijokaidan“ oder auch (nicht ganz so krass) „The Red Krayola“ oder „Animal Collective“. Diese EP beinhaltet einen einzigen 28minütigen Track, der am 21. Juni 2014 live in der „Mark Moore Gallery“ im kalifornischen Culver City mitgeschnitten worden ist. Wer sich gerne mit experimentierfreudiger Ausgelassenheit volldröhnt, dem wird das hier Dargebotene sehr gut gefallen – „normale“ Radiohörer werden dagegen ratlos vor dem Lautsprecher stehen und denken, dass jetzt wohl endlich die schon lange prophezeite apokalyptische Offenbarung ihren Anfang nimmt. Abgemischt wurde das Album von John Wiese, dem Labelbesitzer von Helicopter Music, bei dem das Album auch (oder ausschließlich) als CD verfügbar ist. Digital kann es dagegen in den regulären Onlineshops erworben werden.

Veröffentlichung: 15. Dezember 2015

Label: Helicopter

KAUFEMPFEHLUNG:    KKKKKKKKKK (1,750)

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